Disease Management Programme (DMP) sind strukturierte Behandlungsprogramme, bei denen für bestimmte chronische Krankheitsbilder einheitliche Qualitätsstandards und optimierte Behandlungspfade festgelegt werden. „Der Schwerpunkt im DMP Osteoporose liegt hierbei auf der Knochengesundheit“, erklärt Hamann. Dazu gehörten in erster Linie die Vermeidung von Knochenbrüchen, insbesondere durch Vermeidung von Stürzen. Schmerzen sollen möglichst reduziert und die Beweglichkeit der Betroffenen gefördert werden. Dabei gilt es, die selbstbestimmte Lebensführung so weit wie möglich zu erhalten und so die Lebensqualität von Menschen mit Osteoporose zu steigern. „Im Idealfall gelingt es, den Fortschritt der Erkrankung aufzuhalten“, so Bettina Hamann.
„Wir begrüßen, dass das neue Behandlungsangebot bald flächendeckend im Saarland startet. Durch das strukturierte Versorgungskonzept kann die Qualität der Betreuung von Osteoporose-Patientinnen und -Patienten verbessert werden. Gleichzeitig tragen die geplanten Schulungen dazu bei, Stürze und Frakturen mit möglichen Langzeitfolgen zu vermeiden. Angesichts der wachsenden Zahl älterer Menschen ist der neue DMP-Vertrag ein bedeutender Fortschritt für die ambulante Versorgung in unserer Region“, so San.-Rat Prof Dr. Harry Derouet und Thomas Rehlinger, Vorstand der KV Saarland.
Mit Start des Wirkbetriebes können sich BKK-Versicherte, bei denen eine Osteoporose gesichert diagnostiziert wurde, in das Programm einschreiben. Das Mindestalter bei Frauen liegt hierbei bei 50 Jahren und für Männer bei 60 Jahren. Hintergrund ist, dass der Knochenschwund der Osteoporose bei Frauen meist häufiger und früher einsetzt als bei Männern. Bei Fragen zum Programm und zum Einschreibeverfahren können sich BKK-Versicherte an ihre zuständige Betriebskrankenkasse wenden.

