DSC 2422Bildnachweis: BKK Landesverband MItte

Das geplante Primärversorgungssytem: Passend gesteuert, schneller behandelt

Berlin, 17. März 2026. Deutschlands medizinisches System ist kompliziert und unübersichtlich. Bereits in der ersten Stufe – der ambulanten Versorgung – werden Patientinnen und Patienten auf der Suche nach der passenden Behandlung alleine gelassen. Die eigene Suche führt selten in die passende medizinische Versorgungsebene, sondern ist oft von Zufall geprägt. Dem gegenüber steht ein zunehmender Behandlungsbedarf, den die niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte abdecken müssen. Demografischer Wandel, medizinischer Fortschritt und ein fallbezogenes Vergütungssystem führt zu einer Zunahme von Arztkontakten, ohne dass sich das Sprechstundenangebot weiterentwickelt. Dazu kommt, dass immer mehr approbierte Fachkräfte in Teilzeit arbeiten.

Die Folge: Die Zahl der Arztbesuche ist in Deutschland überdurchschnittlich hoch, Patientinnen und Patienten müssen lange auf Facharzttermine warten, und die Notaufnahmen der Kliniken sind mit Behandlungsfällen überfüllt, die eigentlich ambulant versorgt werden könnten. Am Ende sinkt die Zufriedenheit der Betroffenen mit dem System. Das geplante Primärversorgungssytem ist ein erster Schritt in Richtung Besserung. Daher fordern die gesetzlichen Krankenkassen:

  1. Ein medizinisches Ersteinschätzungssystem muss die medizinischen Bedarfe der Patientinnen und Patienten sowie die Dringlichkeit der Behandlung in den Fokus rücken.
  2. Digitale Lösungen, wie eine einheitliche Terminplattform, müssen Bestandteil der Versorgung werden. Einheitliche Zugangswege – egal ob digital oder analog – müssen dabei die gleichen Ergebnisse liefern.
  3. Nichtärztliches Fachpersonal muss stärker in die Versorgung eingebunden werden. Dies entlastet Ärztinnen und Ärzte und führt zu schnellerer Behandlung.

Auch die Krankenkassen sollten eine aktivere Rolle bei der Begleitung und Beratung ihrer Versicherten übernehmen können, etwa in Situationen, in denen kein Arztbesuch notwendig ist. Als vertrauenswürdiger Ansprechpartner mit innovativen und leistungsstarken Angeboten können Kassen helfen, geeignete Maßnahmen zur Prävention und Selbsthilfe zu ergreifen.

#WirsindGKV

Ansprechpartner für die Presse

Matthias Tietz
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