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Dienstag, 18. Dezember 2018
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BKK MedPlus von A-Z

DMP Leitfaden

Akkreditierung (Zulassung)

Die strukturierten Behandlungsprogramme ( DMP ) werden vom Bundesversicherungsamt vor dem Start geprüft und zugelassen.

Aktive Teilnahme

Der Erfolg des Programms hängt wesentlich von der aktiven Teilnahme des Versicherten ab. Zum Beispiel durch Teilnahme an Schulungen oder die Veränderung von Lebensgewohnheiten wie das Rauchen oder Bewegungsmangel. Gemeinsam mit dem DMP -Arzt wird die Behandlung regelmäßig dokumentiert und besprochen.

Ärzte, teilnehmende

Eine Vielzahl von Ärzten nehmen  als koordinierende Ärzte oder als Fachärzte am DMP teil. Voraussetzung für die Teilnahme ist, dass definierte persönliche und strukturelle Voraussetzungen erfüllt werden, auf die sich die Krankenkassen mit den Kassenärztlichen Vereinigungen verständigt haben.

Asthma bronchiale

Asthma bronchiale ist eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege, die mit anfallsartiger Atemnot aufgrund einer Verengung der Bronchien einhergeht. Dies ist durch eine medikamentöse Behandlung erfolgreich zu behandeln.
In Deutschland leiden schätzungsweise ca. fünf Prozent der Bevölkerung an Asthma , von einer steigenden Verbreitung wird ausgegangen. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht davon aus, dass Asthma und weitere Atemwegserkrankungen im Jahre 2020 die dritthöchste Todesursache weltweit sein werden.

Beendigung der Programmteilnahme

Da BKK MedPlus-Programme ein freiwilliges Angebot der Betriebskrankenkassen sind, können Versicherte jederzeit aus dem Programm ausscheiden. Eine kurze Mitteilung an ihre Betriebskrankenkasse reicht.

BKK MedPlus-Programme

BKK MedPlus heißen die strukturierten Behandlungsprogramme, die Betriebskrankenkassen ihren Versicherten in ganz Deutschland für verschiedene Diagnosen anbieten. Derzeit gibt es BKK MedPlus-Programme für

  • Diabetes Mellitus Typ 1
  • Diabetes Mellitus Typ 2
  • Koronare Herzkrankheit (KHK)
  • Brustkrebs
  • Asthma bronchiale
  • Chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (COPD)

Nähere Details zur Programmteilnahme können bei der jeweils zuständigen Betriebskrankenkasse erfragt werden.

Bonus für teilnehmende Versicherte

Viele Betriebskrankenkassen honorieren gegenüber ihrem Versicherten, dass sie/er sich aktiv an der Bewältigung der chronischen Krankheit beteiligt und an BKK MedPlus teilnimmt. Die detaillierten Regelungen hat jede Betriebskrankenkasse in ihrer Satzung festgelegt. Details über mögliche Ermäßigungen der Praxisgebühr und Zuzahlungen gibt jede Betriebskrankenkasse auf Nachfrage bekannt.

Chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (COPD)

Chronisch obstruktive Atemwegserkrankung (COPD)
Bei COPD handelt es sich um eine chronisch entzündliche Erkrankung der Atemwege, deren Hauptursache häufig das langjährige, intensive Rauchen ist. Die Bronchialverengung kann in der Regel nur durch den Verzicht auf das Rauchen sowie körperliche Bewegung positiv beeinflusst werden. Somit steht nach einer intensiven Diagnostik die Information des Versicherten über Risikofaktoren, die Tabakentwöhnung sowie die Vermeidung und Behandlung von Bronchialinfekten oder notfallbedingten Krankenhauseinweisungen im Vordergrund.

Diabetes Mellitus Typ 1

Von den schätzungsweise über 5 Millionen Menschen mit bekanntem Diabetes Mellitus sind 300.000 - 600.000 Kinder und Erwachsene vom Diabetes Mellitus Typ 1 betroffen. Die Besonderheit dieser Erkrankung ist die zwingend erforderliche Insulingabe. Durch eine intensivierte Insulintherapie können die Betroffenen in der Regel eigentlich alles essen und eine nahezu normale Blutzuckereinstellung erreichen.

Diabetes Mellitus Typ 2

Versicherte von Betriebskrankenkassen, die an Diabetes Mellitus Typ 2 - dem sogenannten "Alterszucker" - erkrankt sind, können an strukturierten Behandlungsprogrammen teilnehmen. Liegen die erforderlichen Voraussetzungen vor, die der behandelnde DMP -Arzt im Rahmen einer Diagnosesicherung bestätigt hat, kann sich der Versicherte in das Behandlungsprogramm einschreiben. In persönlichen Zielvereinbarungen mit dem Arzt werden Schulungen, Untersuchungen z.B. beim Augenarzt, Ernährungsberatungen oder auch Raucherentwöhnungen miteinander abgestimmt und dokumentiert. Schwerwiegende Folgeerkrankungen wie Fußamputationen, Nieren- und Augenschädigungen können so wirkungsvoll vermieden werden.

DMP-Arzt

Der DMP -Teilnehmer wird von einem koordinierenden Arzt im DMP betreut, der - wenn erforderlich - an weiterbehandelnde Fachärzte überweist. In der Regel handelt es sich beim DMP -Arzt um Ihren jetzigen Hausarzt (bei Kindern: Kinderarzt). Durch die verstärkte Koordination sollen unnötige Doppeluntersuchungen vermieden werden und durch die Zusammenführung der Untersuchungsergebnisse "in einer Hand" der Behandlungserfolg nachhaltig gesichert werden. Dies gilt auch für den Fall, dass ein Krankenhausaufenthalt erforderlich wird.
Aufgrund der spezifischen Anforderungen an die Behandlung von Brustkrebs bieten die Betriebskrankenkassen die BKK MedPlus-Programme für Versicherte mit Brustkrebs in Zusammenarbeit mit niedergelassenen Gynäkologen sowie einschlägig qualifizierten Krankenhäusern an.
Eine weitere Ausnahme bildet die Diagnose Diabetes mellitus Typ 1, bei der die Betreuung in der Regel durch eine diabetologische Schwerpunktpraxis erfolgt.

Einschreibung

Die Teilnahme an strukturierten Behandlungsprogrammen ist für die Versicherten freiwillig. Die Versicherten unterzeichnen eine Teilnahmeerklärung und geben ihr Einverständnis, dass unter Einhaltung datenschutzrechtlicher Regelungen bestimmte Daten genutzt werden können, um die Qualität ihrer Behandlung und des Programms zu sichern.

Koronare Herzkrankheit (KHK)

Versicherte mit manifestierter Arteriosklerose an den Herzkranzarterien können an den BKK MedPlus-Programmen für Koronare Herzkrankheit (KHK) teilnehmen. Angesichts vieler akuter und chronischer Folgen einer KHK handelt es sich um eine echte "Volkskrankheit".

Krankenhäuser, teilnehmende

Neben den koordinierenden DMP -Ärzten arbeiten die Betriebskrankenkassen bei der Umsetzung der BKK MedPlus-Programme in Niedersachsen und Bremen mit besonders qualifizierten Krankenhäusern zusammen. Maßgeblich ist für die Teilnahme des Krankenhauses, ob die aufgrund der Einweisungsdiagnose erforderlichen Diagnostik und Therapiemöglichkeiten - insbesondere bei einem operativen Eingriff - vorgehalten werden. Die Voraussetzungen spiegeln den aktuellen Stand der Medizin wieder und sind Teil der sektorübergreifenden Qualitätssicherung.
Teilnehmende Krankenhäuser können bei der jeweils zuständigen Betriebskrankenkasse erfragt werden.

Krankenversichertenkarte

Krankenversichertenkarte
Nachdem ein Versicherter sich erfolgreich in ein BKK MedPlus-Programm eingeschrieben hat, erhält er eine neue Versichertenkarte. So erkennt der Arzt sofort, dass er an einem BKK MedPlus-Programm teilnimmt und kann ihn entsprechend betreuen.

Qualitätssicherung

Die Betreuung der BKK MedPlus-Teilnehmerinnen und -Teilnehmer unterliegt einer umfassenden Qualitätssicherung. Teilnehmende Ärzte, Krankenhäuser und die programmanbietenden Betriebskrankenkassen wirken mit systematischen, regelmäßigen Maßnahmen darauf hin, die Qualität der Versorgung zu verbessern. Vollständige Dokumentationen und definierte Kooperationsregeln mit anderen Ärzten gehören ebenso dazu wie Erinnerungen an Untersuchungs- und Schulungstermine.

Schulungen für Patienten

Die aktive Teilnahme der Versicherten an empfohlenen Schulungen ist zentraler Bestandteil der BKK MedPlus und dient der Befähigung des Versicherten zur besseren Bewältigung des Krankheitsverlaufes und eigenverantwortlichen Patientenentscheidungen.

Was heißt chronisch krank?

Es gibt Krankheiten, mit denen muss man leben. Sie sind chronisch . Ein Zurück zu einem gesunden, geheilten Zustand ist nicht möglich. Bestenfalls ein Lindern von Beschwerden kann erreicht werden oder das Verharren in einem bestimmten Stadium der Erkrankung. Das Fortschreiten kann verzögert und Verschlimmerungen oder Folgeerkrankungen können verhindert werden.
Die Betreuung von Langzeitpatienten kann noch verbessert werden. Aus dem Amerikanischen hat man dafür den Begriff Disease-Management, also Krankheitsmanagement entlehnt, es bedeutet "mit der Krankheit umgehen", sie "managen". Mit den entsprechenden Disease-Management-Programmen - kurz auch DMP - für bestimmte Krankheitsbilder wird festgelegt, wie Haus- und Fachärzte, Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen, Therapeuten, Pflegedienste und andere Experten bei der medizinischen Betreuung eines Patienten koordiniert zusammenarbeiten. Deutschland ist das erste Land weltweit, das diese Form strukturierter Zusammenarbeit verschiedenster Akteure im Gesundheitswesen flächendeckend eingeführt hat.

Modul Herzinsuffizienz

Im Rahmen des DMP KHK wurde am 1. Juli 2010 das Modul Herzinsuffizienz vertraglich aufgenommen. Eine Herzinsuffizienz ist eine Herzmuskelschwäche, bei der das Herz nicht mehr in der Lage ist, das Gewebe des Körpers mit ausreichend Blut zu versorgen.
Die Ziele des Moduls sind die Vermeidung oder Verlangsamung einer kardialen Funktionsstörung, die Steigerung der Lebensqualität, insbesondere durch Vermeidung von Krankenhauseinweisungen.


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