DSC 2422Bildnachweis: BKK Landesverband MItte

Über 2,4 Millionen Euro für Brandenburger Ambulante Hospizdienste

Gemeinsame Presseinformation der Arbeitsgemeinschaft der Krankenkassen und Krankenkassenverbände im Land Brandenburg

Berlin, 6. August 2019. Abschied nehmen zu müssen ist eine der schwersten Aufgaben im Leben. Sterben findet in unserer Gesellschaft meist noch im Stillen statt, dabei ist Sterben Bestandteil des Lebens. Umso wichtiger ist es, der qualifizierten Sterbebegleitung öffentlich mehr Bedeutung zu geben, sie in den Fokus der Gesellschaft zu rücken und das Bewusstsein zu wecken, dass die Hospizarbeit vielmehr zu einer Lebenseinstellung werden sollte: Leben bis zum letzten Moment lebenswert und menschenwürdig gestalten, um, wie es auch Cicely Saunders,  die Begründerin der modernen Hospizbewegung, beschreibt, „dem Leben nicht mehr Tage [zu] geben, sondern den Tagen mehr Leben.“

 

Aus diesem Grund fördern die gesetzlichen Krankenkassen die 25 Brandenburger Ambulanten Hospizdienste mit ihren knapp 1.200 Ehrenamtlichen in diesem Jahr mit 2.410.460,01 €. Dieses Geld wird für Personal- und Sachkosten sowie zur Aus- und Fortbildung der Ehrenamtlichen genutzt.

Auch in Anbetracht des Fachkräftemangels setzen sich die gesetzlichen Krankenkassen dafür ein, durch finanzielle Unterstützung die qualifizierte Sterbebegleitung wertzuschätzen, denn die geleistete Hospizarbeit durch die Koordinatoren und Ehrenamtlichen ist notwendig und wirkungsvoll. Sie kümmern sich bewundernswert um Sterbende, begleiten Sterbende und ihre Angehörigen und Freunde beim Abschiednehmen, sie sind eine seelsorgerische Stütze, indem sie mit den Beteiligten über Ängste und Sorgen reden – ihnen Zeit schenken.

Für diese geleistete qualifizierte Sterbebegleitung wird viel berufliches und persönliches Engagement benötigt, viel persönlicher Einsatz und Stärke sind nötig.