DSC 2422Bildnachweis: BKK Landesverband MItte

Gesetzliche Krankenversicherung unterstützt die ehrenamtliche Hospizarbeit in Berlin mit 5,4 Millionen Euro

Berlin, 27. Juli 2021. Die ambulanten Hospizdienste im Land Berlin erhalten in 2021 von den gesetzlichen Krankenkassen (GKV) und ihren Verbänden eine Förderung von 5,4 Millionen Euro. Die Zuschüsse der GKV an die einzelnen Dienste wurden dieser Tage ausgezahlt. Die Förderungen können von den Hospizdiensten für Personal- und Sachkosten oder die Aus- und Fortbildung der ehrenamtlichen Sterbebegleiter verwendet werden. Gegenüber dem Vorjahr hat die GKV die Förderung um 190.000 Euro erhöht.

In der Bundeshauptstadt gibt es 27 ambulante Hospizdienste, von denen sieben Anbieter auf die Sterbebegleitung bei Kindern spezialisiert sind. In den Diensten engagieren sich 1.984 geschulte Ehrenamtliche in der Sterbebegleitung. Sie spenden Trost im Alltag und gehen auf die Nöte und Ängste der sterbenden Menschen ein. Darüber hinaus unterstützen sie deren Familien und Angehörigen und bauen vertrauensvolle Beziehungen auf, um in der sehr belastenden Situation seelischen Halt und Hilfe zu geben.

Begleitung in der letzten Lebensphase

Aufgrund der Corona-Pandemie konnten im vergangenen Jahr – etwa wegen Zugangsbeschränkungen in Pflegeeinrichtungen – weniger Sterbebegleitungen angeboten werden. Um die ambulante Hospizarbeit zu sichern, haben die Hospizdienste ihre Leistungseinheiten zu verbesserten Konditionen geltend gemacht. Zudem übernahm die GKV auch Kosten für Schutzmaterialien. Gleichzeitig wurden die Formalien für die Qualifizierungsnachweise der Koordinatoren deutlich vereinfacht.

Mit der Förderung stärkt die GKV die Idee der ambulanten Hospizdienste. Die Ehrenamtlichen in der Hospizarbeit begleiten sterbende Menschen in ihrer letzten Lebensphase, um ihnen einen würdevollen Abschied zu ermöglichen. Dieser gesellschaftlichen Bedeutung trägt die GKV durch jährlich steigende finanzielle Förderungen Rechnung.