Thüringen
BKK Landesverband Mitte: Krankenkassen zahlten im ersten Quartal in Thüringen 228 Millionen Euro für Medikamente / Ausgaben weiterhin rückläufig Erfurt, 3. Mai 2012. Die gesetzlichen Krankenkassen haben im ersten Quartal 2012 insgesamt 228 Millionen
Erfurt, 3. Mai 2012. Die gesetzlichen Krankenkassen haben im ersten Quartal 2012 insgesamt 228 Millionen Euro für Medikamente ausgegeben. „Damit liegen die Arzneimittelkosten fast vier Prozent unter denen des Vorjahreszeitraums“, sagte Günter Schiborr-Wulff, Landesvertreter Thüringen des BKK Landesverbandes Mitte. Im ersten Quartal 2011 hatten die Kassen noch 237 Millionen Euro für verschreibungspflichtige Medikamente bezahlt.
Die Arzneimittelausgaben der gesetzlichen Krankenkassen in Deutschland sanken gegen Ende 2011 erstmals, nach dem sie vorher über Jahre hinweg kontinuierlich gestiegen waren. Die Gründe lagen in der Anhebung des Apothekenabschlages und der Einführung eines Großhandelsrabattes durch den Gesetzgeber, so Schiborr-Wulff. Seit Anfang 2012 steigen die Medikamentenkosten bundesweit wieder mehr oder weniger stark. Allein Thüringen weist seit Jahresbeginn immer noch eine rückläufige Tendenz auf.
BKK Landesverband Mitte: Krankenkassen zahlten im Februar 2,6 Prozent weniger für Medikamente
Ausgaben entgegen dem Bundestrend weiter rückläufig
Erfurt, 3. April 2012.
Die Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen in Thüringen für Medikamente sinken weiter. „Im Februar haben die Kassen rund 72,5 Millionen Euro für Arzneimittel gezahlt“, sagte Günter Schiborr-Wulff, Landesvertreter Thüringen des BKK Landesverbandes Mitte. Damit liegen die Ausgaben im Freistaat um 2,6 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Bereits im Januar hatten die Krankenkassen in Thüringen 2,1 Prozent weniger für Arzneien ausgegeben als im ersten Monat in 2011, so Schiborr-Wulff
Der Freistaat ist damit das einzige Bundesland, in dem die Medikamentenausgaben weiter sinken. Bundesweit zahlten die Krankenkassen im Februar 2,2 Milliarden Euro für Medikamente, was einem durchschnittlichen Ausgabenzuwachs von 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Spitzenreiter im Ausgabenanstieg sind derzeit Berlin und Hamburg mit 11,6 Prozent bzw. 10,9 Prozent Steigerungsrate.
Ihr Ansprechpartner: Matthias Tietz
Telefon (0391) 55 54 -157, Telefax (0391) 55 54 -141, matthias.tietz@bkkmitte.de
BKK Landesverband Mitte: Krankenkassen zahlten 2011 in Thüringen 970 Millionen Euro für Arzneimittel / Ausgaben erstmals seit Jahren rückläufig
Die gesetzlichen Krankenkassen haben 2011 in Thüringen rund 970 Millionen Euro für Medikamente bezahlt. „Das entspricht etwa drei Prozent weniger als im Vorjahr“, erklärt Raimund Nossek, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des BKK Landesverbandes Mitte. Damit gingen die Arzneimittelausgaben im Freistaat erstmals seit Jahren zurück. Gründe dafür sind unter anderem die Anhebung des Apothekenabschlages und die Einführung eines Großhandelsrabattes zum 1. Januar 2011. Auch der Herstellerabschlag, der bereits Mitte 2010 erhöht wurde, zeige weiterhin Wirkung, so Nossek.
Nach den Kosten für die Krankenhäuser und niedergelassenen Ärzte sind die Arzneimittel der größte Ausgabenposten für die Krankenkassen. Deutschlandweit zahlten die gesetzlichen Krankenkassen im vergangenen Jahr rund 27,1 Milliarden Euro für Medikamente. „Das sind 2,8 Prozent oder 784 Millionen Euro weniger als 2010“, sagte Nossek. Er appellierte an die Politik, an der Strategie der Ausgabenbegrenzung festzuhalten: „Mittlerweile kommen fast alle Krankenkassen ohne Zusatzbeiträge aus oder können in absehbarer Zeit darauf verzichten.“ Die Beitragsgelder müssten der Versorgung der Patienten zugutekommen und nicht den Renditen internationaler Pharmaunternehmen, forderte Nossek.
Der BKK Landesverband Mitte
Der Verband vertritt die Betriebskrankenkassen in den Ländern Berlin, Brandenburg, Bremen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Er übernimmt die ihm gesetzlich zugewiesenen sowie von Betriebskrankenkassen übertragene Aufgaben. Dazu gehören unter anderem die Vertragsverhandlungen mit den Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen in den jeweiligen Bundesländern sowie Vertragsabschlüsse mit Krankenhäusern und in der gesetzlichen Pflegeversicherung. Zusätzlich vertritt er die Betriebliche Krankenversicherung in der Öffentlichkeit und gegenüber der Politik. Der Verband hat 26 Mitgliedskassen.
BKK Landesverband Mitte: Thüringer haben den zweitniedrigsten Krankenstand in den östlichen Bundesländern – Krankenstände steigen - Psychische Leiden nehmen weiter zu
Die Thüringer Beschäftigten fehlten im Jahr 2011 krankheitsbedingt an 17,2 Tagen. Das ist der zweitniedrigste Wert unter den östlichen Bundesländern. Der Bundesdurchschnitt (BD) lag bei 15,3 Tagen. Die meisten Fehlzeiten hat Berlin mit 18,6 Tagen vor Brandenburg mit 18,3 Tagen. Die Bundesländer mit den niedrigsten Krankenständen sind wie im vergangenen Jahr Bayern (13,3 Tage) und Baden-Württemberg (13,8 Tage). Diese Zahlen aus dem BKK-Gesundheitsreport bereitet der BKK Landesverband Mitte jährlich für die neun Bundesländer seines Verbandsgebiets auf.
Am häufigsten lag der Grund wie im vergangenen Jahr in Muskel- und Skeletterkrankungen mit 26,3 Prozent (Bundesdurchschnitt (BD) 26,9%) der Krankentage, gefolgt von Atemwegserkrankungen mit 13,9 Prozent (BD 13,9%). An dritter Stelle folgen die Verletzungen mit 13,7 Prozent (BD 13,3) und bereits an vierter Stelle die psychischen Erkrankungen mit 10,1 Prozent (BD 12,8%) aller Krankentage.
Die einzelnen Landkreise weisen große Unterschiede auf. Die Spanne reicht von durchschnittlich 20 Krankheitstagen im Kreis Gotha und 19,8 Tagen im Kyffhäuserkreis bis zu 14,2 Tagen in Jena und 13,7 Tagen in Weimar.
Wenn man sich die einzelnen Berufszweige ansieht, stellt man fest, dass die Thüringer Postboten mit 19,4 Krankheitstagen am häufigsten erkrankt sind, gefolgt von den Beschäftigten im Verkehrswesen mit 17,6 Tagen. Mit 10,7 Krankheitstagen weisen die Informationsdienstleister und mit 9,5 Tagen die Mitarbeiter in der Energie- und Wasserwirtschaft die gesündeste Berufsklientel aus.
Insgesamt steigen die Krankenstände nun bereits im fünften Jahr kontinuierlich an. Während im Jahr 2006 die monatsdurchschnittlichen Krankenstandwerte im Bundesgebiet mit 3,4 Prozent die niedrigsten der letzten 30 Jahre waren, sind sie nun auf 4,2 Prozent angestiegen.
Die psychischen Leiden weisen die gravierendsten Steigerungsraten auf. Die Arbeitnehmer erkranken daran doppelt so häufig wie noch vor zwanzig Jahren. Außerdem sind die Ausfallzeiten bei psychischen Erkrankungen bundesweit mit gut 35 Tagen je Fall bedeutend länger als ein durchschnittlicher Krankheitsfall mit 12,8 Tagen.
Die steigenden Zahlen zur Arbeitsunfähigkeit 2011 kamen vor allem durch die kontinuierlich hohen Krankenstände der psychisch Erkrankten und durch die „Grippewelle“ im ersten Quartal 2011 zustande. Während die Krankheitstage wegen psychischer Erkrankungen um 13,4 Prozent gestiegen sind, führte die „Grippewelle“ zu einem Plus von 25 Prozent bei den Atemwegserkrankungen.
Burn-out-Syndrom steigt rasant
Das Burn-out-Syndrom ist nicht als eigene Krankheit im ICD Schlüsselsystem erfasst und wird daher unter der Diagnose Z73 „Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“ eingeordnet. Von 2004 bis 2010 stiegen die AU-Tage von 4,6 auf 63,2 pro 1.000 Mitglieder um mehr als das Dreizehnfache an. Frauen waren mit 82,1 Tagen je 1.000 Mitglieder fast doppelt so häufig krankgeschrieben wie Männer mit 48,4 Tagen je 1.000 Mitglieder.
Die Zahlen stammen aus dem BKK Gesundheitsreport 2011 „Zukunft der Arbeit“. Er erfasst
und analysiert das gesundheitliche Geschehen von 12,1 Millionen BKK Versicherten aus dem Jahr 2010. Das entspricht den Befunden von jedem fünften sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland. Die BKK Analysen stellen damit ein gutes Abbild des Krankheitsgeschehens in der Arbeitswelt dar.
Den BKK Gesundheitsreport 2011 „Zukunft der Arbeit“ mit weiteren Ausführungen
können Interessenten unter info@bkk.de bestellen oder im Internet unter www.bkk.de herunterladen.
Downloadfähige Grafiken zum Krankenstand, z.B. Länderauswertungen oder den psychischen Krankheiten gibt es im BKK Faktenspiegel unter www.bkk.de/faktenspiegel.
Dem BKK Landesverband Mitte gehören seit dem 01.07.2011 26 Betriebskrankenkassen in neun Bundesländern an. Zusammen haben diese BKK rund 2,6 Mio. Mitglieder, das sind einschließlich der kostenfrei mitversicherten Familienangehörigen rund 3,7 Mio. Versicherte. Die BKK haben einen durchschnittlichen Marktanteil von ca. 20%.
Erfurt, 27. Januar 2012 – Ihr Ansprechpartner: Matthias Tietz
Telefon (0391) 5554-157, Telefax (0391) 5554-141, matthias.tietz@bkkmitte.de
BKK Landesverband Mitte: Krankenkassen zahlten 2010 in Thüringen eine Milliarde Euro für Medikamente / Leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr
BKK Landesverband Mitte: Krankenkassen zahlten 2010 in Thüringen eine Milliarde Euro für Medikamente / Leichter Anstieg gegenüber dem Vorjahr
Erfurt, 4. Februar 2011.
Im vergangenen Jahr haben die Krankenkassen in Thüringen über eine Milliarde Euro für Medikamente gezahlt. „Im Vergleich zu 2009 sind die Arzneimittelausgaben um 1,2 Prozent gestiegen“, erklärt Roland Lotz vom BKK Landesverband Mitte. Der Freistaat liegt damit in etwa auf Bundesdurchschnitt: Deutschlandweit gaben die Kassen in 2010 rund 27,9 Milliarden Euro für Medikamente und somit 1,1 Prozent mehr als 2009 aus, so der Vorstand des BKK-Verbandes.
Allein in Thüringen zahlten die Kassen gut 160 Millionen Euro an Mehrwertsteuer für verschreibungspflichtige Medikamente. „Das Geld wäre in der Versorgung von Patienten besser aufgehoben“, kritisiert Lotz. Der Gesetzgeber sollte daher auch für Arzneimittel den ermäßigten Steuersatz einführen, so wie dies in anderen europäischen Staaten wie Großbritannien oder skandinavischen Ländern längst der Fall ist.
Der BKK Landesverband Mitte mit Sitz in Hannover vertritt die Betriebskrankenkassen in den Ländern Berlin, Brandenburg, Bremen, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Insgesamt sind im Verbandsgebiet rund 2,7 Millionen Menschen in einer Betriebskrankenkasse versichert.
Erfurt, 4. Februar 2011 – Ihr Ansprechpartner: Matthias Tietz
Telefon (0361) 22 46 - 490, Telefax (0361) 22 46 - 301, E-Mail


