Berlin
BKK Landesverband Mitte fordert sparsamen Umgang mit Versichertengeldern – Keine Finanzspritzen für die Krankenhäuser – Krankenkassen brauchen Beitragssatzautonomie
„Das Geld der Krankenversicherten darf nicht als Wahlkampfgeschenk verschleudert werden“. Das fordert der Vorstandsvorsitzende des BKK Landesverbandes Mitte, Klemens Pawisa, heute (11. Mai) in Berlin, anlässlich einer BKK Vorständekonferenz. Statt dem Ruf der Krankenhausdirektoren nach mehr Geld nachzugeben, sollte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr dafür sorgen, dass den Krankenkassen die Beitragssatzautonomie zurückgegeben wird, fordert der BKK Landesverband Mitte.
Die vorhandenen Rücklagen der gesetzlichen Krankenkassen dürfen nicht dafür hergegeben werden, die Wünsche der Krankenhäuser, Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und die Pharmaindustrie zu befriedigen. Mehr Geld führt nur selten auch zu mehr Gesundheit. Meistens nehmen die Leistungserbringer die zusätzlichen Einnahmen gerne mit, aber ohne dass eine meßbar bessere Qualität erbracht wird. Das befürchten die Betriebskrankenkassen auch bei den jüngst bekannt gewordenen Plänen der Bundesregierung, den Krankenhäusern mehr Geld zukommen zu lassen. „Zu diesen Plänen sagen wir eindeutig ‚Nein’. Die Krankenhäuser müssen wirtschaftlich arbeiten, statt immer nur mehr Geld zu fordern“, verlangt Pawisa.
Zu der Diskussion um die Prämienausschüttung von Überschüssen hat der BKK Landesverband Mitte eine eindeutige Position: „Statt jetzt Prämien zu fordern, sollten die Krankenkassen ihre Beitragssatzautonomie zurückbekommen. Dann kann wieder jede Krankenkassen den Beitragssatz festlegen, der für ihre Ausgaben nötig ist. Dieses Verfahren hat sich mehr als einhundert Jahre bewährt und ist ohne Not abgeschafft worden“, sagt der Vorstandsvorsitzende des BKK Landesverbandes
Berlih/Hannover, 11. Mai 2012 – Ihr Ansprechpartner: Wolfgang Beyer
Telefon (0511) 3 48 44 - 100, Telefax (0511) 3 48 44 - 149, wolfgang.beyer@bkkmitte.de
„Das Geld der Krankenversicherten darf nicht als Wahlkampfgeschenk verschleudert werden“. Das fordert der Vorstandsvorsitzende des BKK Landesverbandes Mitte, Klemens Pawisa, heute (11. Mai) in Berlin, anlässlich einer BKK Vorständekonferenz. Statt dem Ruf der Krankenhausdirektoren nach mehr Geld nachzugeben, sollte Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr dafür sorgen, dass den Krankenkassen die Beitragssatzautonomie zurückgegeben wird, fordert der BKK Landesverband Mitte.
Die vorhandenen Rücklagen der gesetzlichen Krankenkassen dürfen nicht dafür hergegeben werden, die Wünsche der Krankenhäuser, Ärzte, Zahnärzte, Apotheker und die Pharmaindustrie zu befriedigen. Mehr Geld führt nur selten auch zu mehr Gesundheit. Meistens nehmen die Leistungserbringer die zusätzlichen Einnahmen gerne mit, aber ohne dass eine meßbar bessere Qualität erbracht wird. Das befürchten die Betriebskrankenkassen auch bei den jüngst bekannt gewordenen Plänen der Bundesregierung, den Krankenhäusern mehr Geld zukommen zu lassen. „Zu diesen Plänen sagen wir eindeutig ‚Nein’. Die Krankenhäuser müssen wirtschaftlich arbeiten, statt immer nur mehr Geld zu fordern“, verlangt Pawisa.
Zu der Diskussion um die Prämienausschüttung von Überschüssen hat der BKK Landesverband Mitte eine eindeutige Position: „Statt jetzt Prämien zu fordern, sollten die Krankenkassen ihre Beitragssatzautonomie zurückbekommen. Dann kann wieder jede Krankenkassen den Beitragssatz festlegen, der für ihre Ausgaben nötig ist. Dieses Verfahren hat sich mehr als einhundert Jahre bewährt und ist ohne Not abgeschafft worden“, sagt der Vorstandsvorsitzende des BKK Landesverbandes
Berlin/Hannover, 11. Mai 2012 – Ihr Ansprechpartner: Wolfgang Beyer
Telefon (0511) 3 48 44 - 100, Telefax (0511) 3 48 44 - 149, wolfgang.beyer@bkkmitte.de
BKK Landesverband Mitte: Krankenkassen zahlten 2011 in Berlin 1,2 Milliarden Euro für Arzneimittel / Ausgabenplus trotz rückläufigem Bundestrend
Berlin, 14. Februar 2012.
Die gesetzlichen Krankenkassen haben 2011 in Berlin rund 1,2 Milliarden Euro für Medikamente bezahlt. „Damit lagen die Ausgaben knapp über denen des Vorjahres“, erklärt Raimund Nossek, stellvertretender Vorstandsvorsitzender des BKK Landesverbandes Mitte. Die Bundeshauptstadt verzeichnete damit als einziges Bundesland weiterhin einen Kostenanstieg. In allen anderen Ländern sanken die Arzneimittelausgaben erstmals seit Jahren. Gründe dafür sind die Anhebung des Apothekenabschlages und die Einführung eines Großhandelsrabattes zum 1. Januar 2011. Auch der Herstellerabschlag, der bereits Mitte 2010 erhöht wurde, zeige weiterhin Wirkung, so Nossek.
Nach den Kosten für die Krankenhäuser und niedergelassenen Ärzte sind die Arzneimittel der größte Ausgabenposten für die Krankenkassen. Deutschlandweit zahlten die gesetzli-chen Krankenkassen im vergangenen Jahr rund 27,1 Milliarden Euro für Medikamente. „Das sind 2,8 Prozent oder 784 Millionen Euro weniger als 2010“, sagte Nossek. Er appel-lierte an die Politik, an der Strategie der Ausgabenbegrenzung festzuhalten: „Mittlerweile kommen fast alle Krankenkassen ohne Zusatzbeiträge aus oder können in absehbarer Zeit darauf verzichten.“ Die Beitragsgelder müssten der Versorgung der Patienten zugutekom-men und nicht den Renditen internationaler Pharmaunternehmen, forderte Nossek.
Der BKK Landesverband Mitte
Der Verband vertritt die Betriebskrankenkassen in den Ländern Berlin, Brandenburg, Bre-men, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Er übernimmt die ihm gesetzlich zugewiesenen sowie von Betriebskrankenkassen übertragene Aufgaben. Dazu gehören unter anderem die Vertragsverhandlungen mit den Kassenärztlichen und Kassenzahnärztlichen Vereinigungen in den jeweiligen Bundesländern sowie Vertragsabschlüsse mit Krankenhäusern und in der gesetzlichen Pflegeversicherung. Zusätzlich vertritt er die Betriebliche Krankenversicherung in der Öffentlichkeit und gegenüber der Politik. Der Verband hat 26 Mitgliedskassen.
Die Berliner Beschäftigten fehlten im Jahr 2011 krankheitsbedingt an 18,6 Tagen. Das ist der höchste Wert im Bundesgebiet. Dort lag der Durchschnitt bei 15,3 Tagen. Im Jahr 2010 lag Berlin mit 16,7 Tagen noch hinter Brandenburg, das nun auf 18,3 Tage kommt (2010: 17,1 Tage). Die Bundesländer mit den niedrigsten Krankenständen sind wie im vergangenen Jahr Bayern (13,3 Tage) und Baden-Württemberg (13,8 Tage). Diese Zahlen aus dem BKK-Gesundheitsreport bereitet der BKK Landesverband Mitte jährlich für die neun Bundesländer seines Verbandsgebiets auf.
Am häufigsten lag der Grund wie im vergangenen Jahr in Muskel- und Skeletterkrankungen mit 23,8 Prozent (Bundesdurchschnitt (BD) 26,9%) der Krankentage, gefolgt von Atemwegserkrankungen mit 16 Prozent (BD 13,9%). An dritter Stelle folgen bereits die psychischen Erkrankungen mit 14,8 Prozent (BD 12,8%) aller Krankentage. Darin werden die Berliner nur von den Hamburgern übertroffen, wo die psychischen Erkrankungen mit 18,1 Prozent bereits den zweiten Platz einnehmen. Im Bundesdurchschnitt liegen die Verletzungen mit 13,3 Prozent auf dem dritten Platz. In Berlin hingegen sind sie die viertwichtigste Krankheitsgruppe mit 12,0 Prozent. Die psychischen Leiden weisen die gravierendsten Steigerungsraten auf. Die Arbeitnehmer erkranken daran doppelt so häufig wie noch vor zwanzig Jahren. Außerdem sind die Ausfallzeiten bei psychischen Erkrankungen bundesweit mit gut 35 Tagen je Fall bedeutend länger als ein durchschnittlicher Krankheitsfall mit 12,8 Tagen.
Wenn man sich die einzelnen Berufszweige ansieht, stellt man fest, dass die Berliner Postboten mit 21,4 Krankheitstagen am häufigsten erkrankt sind, gefolgt von den Beschäftigten in der Abfallbeseitigung (19,9 Tage). Mit 10,0 Krankheitstagen weisen die Mitarbeiter in Verlagen und bei den Medien die gesündeste Berufsklientel aus.
Insgesamt steigen die Krankenstände nun bereits im fünften Jahr kontinuierlich an. Während im Jahr 2006 die monatsdurchschnittlichen Krankenstandwerte im Bundesgebiet mit 3,4 Prozent die niedrigsten der letzten 30 Jahre waren, sind sie nun auf 4,2 Prozent angestiegen.
Die steigenden Zahlen zur Arbeitsunfähigkeit 2011 kamen vor allem durch die kontinuierlich hohen Krankenstände der psychisch Erkrankten und durch die „Grippewelle“ im ersten Quartal 2011 zustande. Während die Krankheitstage wegen psychischer Erkrankungen um 13,4 Prozent gestiegen sind, führte die „Grippewelle“ zu einem Plus von 25 Prozent bei den Atemwegserkrankungen.
Burn-out-Syndrom steigt rasant
Das Burn-out-Syndrom ist nicht als eigene Krankheit im ICD Schlüsselsystem erfasst und wird daher unter der Diagnose Z73 „Probleme mit Bezug auf Schwierigkeiten bei der Lebensbewältigung“ eingeordnet. Von 2004 bis 2010 stiegen die AU-Tage von 4,6 auf 63,2 pro 1.000 Mitglieder um mehr als das Dreizehnfache an. Frauen waren mit 82,1 Tagen je 1.000 Mitglieder fast doppelt so häufig krankgeschrieben wie Männer mit 48,4 Tagen je 1.000 Mitglieder.
Die Zahlen stammen aus dem BKK Gesundheitsreport 2011 „Zukunft der Arbeit“. Er erfasst
und analysiert das gesundheitliche Geschehen von 12,1 Millionen BKK Versicherten aus dem Jahr 2010. Das entspricht den Befunden von jedem fünften sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Deutschland. Die BKK Analysen stellen damit ein gutes Abbild des Krankheitsgeschehens in der Arbeitswelt dar.
Den BKK Gesundheitsreport 2011 „Zukunft der Arbeit“ mit weiteren Ausführungen
können Interessenten unter info@bkk.de bestellen oder im Internet unter www.bkk.de herunterladen.
Downloadfähige Grafiken zum Krankenstand, z.B. Länderauswertungen oder den psychischen Krankheiten gibt es im BKK Faktenspiegel unter www.bkk.de/faktenspiegel.
Dem BKK Landesverband Mitte gehören seit dem 01.07.2011 26 Betriebskrankenkassen in neun Bundesländern an. Zusammen haben diese BKK rund 2,6 Mio. Mitglieder, das sind einschließlich der kostenfrei mitversicherten Familienangehörigen rund 3,7 Mio. Versicherte. Die BKK haben einen durchschnittlichen Marktanteil von ca. 20%.
Berlin, 27. Januar 2012 – Ihr Ansprechpartner: Gerald Müller
Telefon (030) 38 39 07 - 34, Telefax (030) 38 39 07 - 01, gerald.mueller@bkkmitte.de
Der BKK Landesverband Mitte fördert die Selbsthilfe in Berlin und Brandenburg im Jahr 2011 mit rund 285.000,- €
Berlin 20. Januar 2012
Der BKK Landesverband Mitte fördert die gesundheitsbezogene Selbsthilfe in Berlin und Brandenburg im Jahr 2011 mit rund 285.000,- €.
Mit diesem Betrag werden Selbsthilfegruppen, Selbsthilfeorganisationen und Selbsthilfekontaktstellen gefördert. Darüber erhalten betroffene Menschen praktische Lebenshilfe sowie emotionale Unterstützung, um ihre Krankheiten und psychosozialen Probleme zu bewältigen.
Dieses meist ehrenamtliche Engagement unterstützt der BKK Landesverband Mitte zusammen mit den anderen Krankenkassenverbänden mit einem eigenen Anteil von rund 231.000,- €. Zusätzlich stellt der Landesverband der Betriebskrankenkassen bestimmten Landesorganisationen und Kontaktstellen der Selbsthilfe 54.000,- € für deren Tätigkeiten zur Verfügung.
Hervorzuheben ist hierbei das Projekt „Selbsthilfe und Krankenhäuser in Berlin“. Dieses hat das Ziel, die Zusammenarbeit zwischen Krankenhäusern, Selbsthilfegruppen und Selbsthilfekontaktstellen auf der Grundlage von Qualitätskriterien zur Selbsthilfefreundlichkeit strukturiert und systematisch zu gestalten.
In Brandenburg ist die finanzielle Unterstützung der Projekte der Brandenburgischen Krebsgesellschaft e.V. hervorzuheben. Hier wurde die Fortbildung von Selbsthilfegruppen und die Organisation des Brandenburger Patiententages gefördert.
In den Selbsthilfegruppen haben sich Erkrankte oder deren Angehörige auf örtlicher Ebene zusammengeschlossen. Das Ziel ist, die Lebensqualität zu verbessern und die mit vielen chronischen Krankheiten und Behinderungen einhergehende Isolation und gesellschaftliche Ausgrenzung zu überwinden. Die Selbsthilfekontaktstellen stellen Dienstleistungsangebote zur methodischen Anleitung, Unterstützung und Stabilisierung von Selbsthilfegruppen bereit. Die Hauptzielgruppe von Selbsthilfekontaktstellen sind Betroffene, die noch nicht Mitglied einer Selbsthilfegruppe sind und die sich über konkrete regionale Selbsthilfeangebote informieren und beraten lassen wollen. Die Selbsthilfeorganisationen unterstützen organisatorisch und personell die Arbeiten der Selbsthilfegruppen u.a. durch Herausgabe von Medien zur Information und durch Interessenvertretung im gesundheits- und sozialpolitischen Bereich.
Dem BKK Landesverband Mitte gehören seit dem 1.Juli 2011 26 Betriebskrankenkassen in neun Bundesländern an. Zusammen haben diese BKK rund 2,6 Mio. Mitglieder, das sind einschließlich der kostenfrei mitversicherten Familienangehörigen rund 3,7 Mio. Versicherte. Die BKK haben einen durchschnittlichen Marktanteil von ca. 20%.
BKK Landesverband Mitte macht die Reha mobil – Neuer Versorgungsvertrag für Berlin bringt mehr Komfort und Hilfe im vertrauten Umfeld
Berlin, 16. Dezember 2011
Der Landesverband Mitte der Betriebskrankenkassen (BKK) hat mit entsprechenden Leistungsanbietern einen Vertrag für die mobile geriatrische Rehabilitation geschlossen.
Die mobile geriatrische Rehabilitation ist für ältere Patienten geeignet, die durch bestehende ambulante und stationäre Rehabilitationsangebote nicht angemessen versorgt werden können.
„Der entscheidende Unterschied bei der mobilen Reha ist, dass die älteren Menschen in ihrem vertrauten Umfeld behandelt werden können. Denn gerade bei ihnen kann es – beispielsweise nach einer Amputation aufgrund von Diabetes oder bei einem Knochenbruch – häufig der Fall sein, dass eine Einweisung in ein Pflegeheim unumgänglich ist, da der Alltag alleine zuhause nicht mehr bewältigt werden kann. Ist der Patient oder die Patientin jedoch erst einmal in einem Pflegeheim, findet eine Rückkehr in die eigenen vier Wände in der überwiegenden Zahl der Fälle nicht mehr statt. Das wollen wir in Zukunft vermeiden, da jeder Betroffene selbstverständlich den Wunsch hat, so lange wie möglich zuhause zu bleiben.“, sagt Burkhard Spahn, der BKK Landesvertreter für Berlin und Brandenburg.
Dennoch sind stationäre Rehamaßnahmen oft unumgänglich. In einer gezielten Behandlung wäre es jedoch sinnvoll, wenn sich die mobile Reha direkt anschließen und das (Wieder-) Erlernte direkt in den Alltag überleiten könnte. So würden die stationären Reha-Erfolge im häuslichen Umfeld abgesichert und als wesentliches Ziel die Pflege bzw. eine weitere stationäre Rückeinweisung (Drehtüreffekt) verhindert. Außerdem werden negative Einflüsse durch fremde Umgebungen oder fehlende Alltagsroutinen vermieden.
Besonders wichtig ist jedoch, dass die Rehabilitation im eigenen Wohnumfeld die alltägliche praktische Lebensführung sowie die Angehörigen bzw. Bezugspersonen in den normalen Tagesablauf mit einbezogen werden können. Zudem können die Wohnverhältnisse auf die Fähigkeiten des Patienten und das Training auf die tatsächlichen Lebensbedingungen angepasst werden. Barrieren im Wohnumfeld und im täglichen Leben werden so handlungsorientiert und nachhaltig abgebaut. Diese Einheit von Behandlung, Beratung, Erprobung und der Integration in den Alltag ist die besondere Stärke der mobilen geriatrischen Rehabilitation. Ein interessanter Nebenaspekt ist, dass auch das soziale Umfeld den Umgang des Rehabilitationsteams mit dem Patienten für die Aktivitäten des täglichen Lebens, selbst in schwierigen Situationen, kennenlernt und dadurch positive Anreize erfahren kann.
Die personelle Besetzung der mobilen Rehabilitationsteams besteht aus Fachärzten für Geriatrie, Pflegefachkräften, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten, Stimm-, Sprech-, Sprachtherapeuten, Sozialarbeitern (Sozialpädagogen), Psychologen und Ernährungsberatern, die je nach individueller und interdisziplinärer Rehabilitationsplanung zum Einsatz kommen. Alle genannten Berufsgruppen müssen speziell auf die geriatrischen Erfordernisse hin qualifiziert sein, verfügen über eine mindestens zweijahrige Berufserfahrung und stehen unter der Verpflichtung einer regelmäßigen Fort- und Weiterzubildung. Die Vertragspartner garantieren sowohl konzeptionell als auch personell qualitativ hochwertige Leistungsangebote, die den Qualitätskriterien der Spitzenverbände der Krankenkassen (des GKV Spitzenverbandes Bund), des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen sowie der Bundesarbeitsgemeinschaft Mobile Rehabilitation in vollem Umfang entsprechen.
Der Verband vertritt die Betriebskrankenkassen in den Ländern Berlin, Brandenburg, Bremen, Niedersachsen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Zusätzlich vertritt er die Betriebliche Krankenversicherung in der Öffentlichkeit und gegenüber der Politik. Der Verband hat 26 Mitgliedskassen.
Ihr Ansprechpartner: Gerald Müller
Telefon (030) 38 39 07 - 34, Telefax (030) 38 39 07 - 01, gerald.mueller@bkkmitte.de
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Erweiterte Vorsorge für Kinder und Jugendliche in Berlin
Berlin, 4.Januar 2012.
Das Programm BKK STARKE KIDS schließt Lücken bei der Vorsorge für Kinder und Jugendliche. Der BKK Landesverband Mitte, die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ Service GmbH) schließen einen Vertrag für zusätzliche Vorsorgeuntersuchungen in Berlin, damit Krankheiten besonders früh erkannt werden können.
Zwischen den verschiedenen Vorsorgeuntersuchungen für Kinder und Jugendliche liegen zum Teil große zeitliche Abstände. Durch die Einführung eines erweiterten Präventionsangebotes für die Altersgruppe sollen Qualität und Umfang der Vorsorge erhöht werden. Ziel der Vertragspartner ist es, die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen in Zusammenarbeit mit den Eltern und der Familie explizit früh und nachhaltig zu fördern. So können Entwicklungsstörungen frühzeitig vermieden beziehungsweise rechtzeitig erkannt und behandelt werden. Dafür haben die BVKJ Service GmbH mit dem BKK Landesverband Mitte und der KV Berlin folgende zusätzliche Untersuchungen vereinbart:
Der „U10-Grundschulcheck“ ist eine zusätzliche Vorsorgeuntersuchung für Kinder zwischen sieben bis acht Jahren, die sich insbesondere auf Schulleistungsstörungen, Sozialisations- und Verhaltensstörungen, Zahn-, Mund- und Kieferanomalien sowie Medienverhalten konzentriert. Dasselbe wird im Rahmen des „U11-Schülerchecks“ bei Kindern von neun bis zehn berücksichtigt.
Der „J2- Jugendcheck II“ richtet sich an Jugendliche zwischen dem sechzehnten und siebzehnten Lebensjahr. Im Vordergrund stehen hier Medizinische Risiken wie Schilddrüsenerkrankungen und Diabetes, Körperhaltung und Fitness, Sozialisations- und Verhaltensstörungen, Entwicklung der Sexualität, Medienverhalten und Umgang mit Drogen.
BKK STARKE KIDS Berlin – ist für Eltern und ihre Kinder kostenfrei, sie können freiwillig teilnehmen, wenn das Kind in die entsprechende Altersgruppe gehört und ihre Betriebskrankenkasse dieses Zusatzprogramm anbietet.
Fünf Jahre Mammographie-Screening Berlin
16. Dezember 2011
Das Mammographie-Screening-Programm startete in Berlin im Jahr 2006. Es ist eine zusätzliche, freiwillige Brustkrebs-Früherkennungsuntersuchung für alle Frauen zwischen 50 und 69 Jahren. In Berlin sind das rund 430.000 Frauen. Sie haben einen Anspruch auf diese Untersuchung und werden alle zwei Jahre von der Zentralen Stelle dazu eingeladen. Die Frauen müssen lediglich ihre Versichertenkarte mitbringen und brauchen keine Praxisgebühr zu entrichten. Die Kosten werden von allen gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Unter der zentralen Hotline (030) 27 000 55 55 können sich die Frauen informieren und selbst einen Termin vereinbaren, falls ihnen der von der Zentralen Stelle vorgeschlagene Termin, den sie mit der Einladung erhalten, nicht zusagt.
Die Arbeitsgemeinschaft Mammographie-Screening, in der die Berliner Kassenverbände und die Kassenärztliche Vereinigung Berlin vertreten sind, koordiniert das Programm.
„Bisher wurden insgesamt knapp eine Million Einladungen an Frauen versandt. Knapp die Hälfte der Einladungen wurde angenommen. Damit sind die Teilnahmezahlen in Berlin noch verbesserungsfähig. Nach EU-Leitlinien soll eine Teilnahmequote von mindestens 75 Prozent erreicht werden, mittelfristig sollte die Teilnahme aber bei wenigstens 70 Prozent liegen, um dadurch die Brustkrebssterblichkeit deutlich zu senken. Ich kann daher nur an alle anspruchsberechtigten Frauen appellieren, ihre Chance zu nutzen und sich an dem Programm zu beteiligen“, sagt Burkhard Spahn vom BKK Landesverband Mitte, der den Vorsitz der Arbeitsgemeinschaft inne hat.
Die Untersuchung
Besonders geschultes medizinisch-technisches Personal führt die Mammographien in den speziell dafür eingerichteten Screening-Einheiten durch. Vier stationäre Screening-Standorte sorgen für ein wohnortnahes Angebot in Berlin. Bei der Untersuchung werden von jeder Brust zwei Röntgenaufnahmen gemacht. Das dauert nur wenige Minuten. Die Aufnahmen werden innerhalb einer Woche von zwei speziell ausgebildeten Fachärzten unabhängig voneinander begutachtet (so genannte Doppelbefundung). In der Regel erhalten die Frauen dann nach sieben Tagen schriftlich Bescheid.
95 bis 96 Prozent aller Frauen sind gesund. Nur bei 4 bis 5 Prozent müssen Auffälligkeiten im Befund abgeklärt werden. Erfahrungen zeigen allerdings, dass bei circa 80 Prozent der Frauen, die wegen einer auffälligen Mammographie wieder eingeladen wurden, sich der Brustkrebsverdacht nicht bestätigt.
Eine häufig gestellte Frage ist, warum nur Frauen zwischen 50 und 69 Jahren eingeladen werden. Zum einen treten Brustkrebserkrankungen zu 75 Prozent bei Frauen dieses Alters auf, wodurch ebendiese Frauen auch den größten Nutzen vom Mammographie-Screening haben. Zudem sind die Röntgenaufnahmen von Frauen unter 50 Jahren weniger gut zu beurteilen, weil diese Frauen noch ein dichteres Drüsengewebe haben.
Kontakt Arbeitsgemeinschaft Mammographie-Screening: Gerald Müller (Pressesprecher BKK Landesverband Mitte, Vorsitz Arbeitsgemeinschaft), Tel.: 030 / 38 39 07 34 oder Isabelle Wahl (Leiterin Öffentlichkeitsarbeit KV Berlin), Tel.: 030 / 31 00 3 610.
Umfrage: Berliner Krankenversicherte warten in den Arztpraxen 35 Minuten - auf einen Termin 23 Tage
Wie bereits im Jahr 2008 sind in einer repräsentativen Umfrage im Auftrag des BKK Bundesverbandes rund 6.000 Bundesbürger ab 14 Jahren zum Thema „Arztbesuche/Wartezeiten" befragt worden. Daraus ergab sich, dass 85 Prozent der Berliner gesetzlich krankenversichert sind, zehn Prozent sind komplett privat krankenversichert. „ja". Im Bundesdurchschnitt waren es nur 80 Prozent. Allerdings haben die Berliner seltener ihren Hausarzt aufgesucht. Waren es vor drei Jahren noch ebenfalls 82 Prozent, sind es 2011 nur noch 73 Prozent. Dafür war fast jeder Berliner einmal beim Facharzt (98 Prozent). Hier ist eine Steigerung von fünf Prozent im Vergleich zu 2008 zu verzeichnen.„Und ist es schon einmal vorgekommen, dass Sie oder Sie mit Ihren Kindern wegen plötzlich aufgetretener, akuter Beschwerden ohne Termin zu einem Arzt in die Pra-xis gegangen sind und nicht behandelt wurden, sondern wieder weggeschickt worden sind?" antworteten elf Prozent der Berliner mit „ja". Das sind deutlich mehr als 2008, wo diese Frage nur vier Prozent bejahen konnten.
Fast unverändert: Wie oft beim Arzt und bei welchen Ärzten Auf die Frage, ob sie oder sie mit ihren Kindern in den letzten zwölf Monaten bei mindes-tens einem Arzt waren, sagten rund 82 Prozent der Befragten
Wartezeiten in der Arztpraxis: 35 Minuten Im Durchschnitt warten die Berliner 35 Minuten beim Arzt. Damit muss man sich in Berlin acht Minuten länger gedulden als im gesamten Bundesgebiet und neun Minuten länger als vor drei Jahren
Arzttermin: Berliner warten länger auf einen Termin als vor 3 Jahren Im Durchschnitt warteten die gesetzlich Versicherten, 23 Tage auf einen Termin und damit vier Tage länger als noch vor drei Jahren und ebenso vier Tage länger als der Bundesdurchschnitt. Hinzu kommt, dass auch der Anteil derjenigen gestiegen ist, die von ihrem Arzt überhaupt keinen Termin erhalten haben. Waren es im Jahr 2008 noch 18 Prozent, denen dies widerfahren ist, sind es 2011 bereits 22 Prozent und sieben Prozent mehr als im gesamten Bundesgebiet.
Auf die Frage
Die entsprechende Umfrage wurde von Kantar Health in der Zeit vom 3. bis 16. März 2011 durchgeführt. Bundesweit wurden 6.013 Bürger ab einem Lebensalter von 14 Jahren telefonisch befragt, davon 254 Berliner.
Bessere Versorgung für psychisch Kranke in Berlin und Brandenburg – ambulant vor stationär
8. Februar 2011
Der BKK Landesverbandes Mitte hat mit der Psychiatrie Initiative Berlin Brandenburg (PIBB) für 88 Betriebskrankenassen, die in der Vertragsarbeitsgemeinschaft (VAG) Mitte zusammengeschlossen sind, einen Vertrag zur besseren ambulanten Versorgung von psychisch Kranken geschlossen. „Ziel ist es, Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen besser zu erreichen. Patienten kommen direkt nach der Entlassung aus der Klinik in die ambulante Behandlung und werden dort nun deutlich besser versorgt. Die zentralen Punkte sind eine bessere Einbindung der Angehörigen und eine häusliche Betreuung durch spezialisierte psychiatrische Pflegedienste. Eine anschließende stationäre Einweisung soll nur noch in absoluten Krisensituationen erfolgen.“, erklärt Burkhard Spahn vom BKK Landesverband Mitte.
Bisher war die Versorgung von Patienten mit schweren psychischen Erkrankungen im ambulanten Bereich unzureichend. Dies führte dazu, dass die Betroffenen häufiger in stationäre Behandlung mussten, was dem Heilungsverlauf nicht immer zuträglich war.
„Internationale Erfahrungen zeigen, dass eine differenzierte ambulante Behandlung dazu beiträgt, den Patienten in seinem gewohnten Umfeld zu stabilisieren und ihm so nachhaltig eine verbesserte Teilhabe am gesellschaftlichen und vor allem auch familiären Leben zu ermöglichen. Die weitergehende Beteiligung von psychiatrischen Pflegediensten und Sozio-therapeuten ist dafür aber unabdingbar.“, erläutert Dr. Norbert Mönter, Geschäftsführer der PIBB.
„Ich bin froh, dass wir den Betroffenen dieses Angebot machen und ihnen damit eine Perspektive für eine verbesserte Lebensqualität geben können. Wer an dem Programm teilnehmen möchte, sollte sich an seine Betriebskrankenkasse oder an den behandelnden Arzt wenden. Unsere VAG arbeitet intensiv daran, diesen Vertrag auch auf andere Bundesländer auszudehnen.“, so Burkhard Spahn.
Ansprechpartner:
Gerald Müller
Pressesprecher der Landesvertretung Berlin-Brandenburg
Tel.: 030/38390734
E-Mail
Dr. Norbert Mönter
Geschäftsführer der PIBB GmbH
Tel.: 030/8325571
Mail: dr.moenter@psychiatrie-in-berlin.de
Der BKK Landesverband Mitte mit Sitz in Hannover vertritt die Betriebskrankenkassen in den Ländern Berlin, Brandenburg, Bremen, Niedersachsen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Insgesamt sind im Verbandsgebiet rund 2,7 Millionen Menschen in einer Betriebskrankenkasse versichert.
BKK Landesverband Mitte: Pflegenoten der Berliner Pflegedienste und Pflegeheime für 2010 im Internet veröffentlicht
Berlin, 11. Januar 2011. Zum Ende des Jahres 2010 wurde die Qualität aller Berliner Pfle-geeinrichtungen überprüft. Die Ergebnisse sind in Form der Pflegenoten im Internet einsehbar. „Die ambulanten Pflegedienste erreichten hierbei eine Durchschnittsnote von 2,1 die stationären Pflegeeinrichtungen von 1,8“, erklärt Burkhard Spahn vom BKK Landesverband Mitte. Damit liegt die Bundeshauptstadt etwa gleichauf mit dem Bundesdurchschnitt, so der Landesvertreter Berlin-Brandenburg des BKK Landesverbandes Mitte. Pflegebedürftige und Angehörige können die entsprechenden Veröffentlichungen unter www.bkk-pflege.de in der Rubrik „Tranzparenzberichte“ anhand ihres Wohnortes, Name der Einrichtung oder ihrer Postleitzahl recherchieren, so Spahn.
„In Berlin gibt es über 530 ambulante Pflegedienste und knapp 400 stationäre Pflegeeinrichtungen“, erläutert Spahn. Leider seien derzeit noch nicht alle Qualitätsberichte dieser Einrichtungen im Internet abrufbar. Grund hierfür sind zumeist rechtliche Hindernisse. Dabei sind gerade diese öffentlich zugänglichen Daten wichtige Auswahlkriterien bei der Wahl des richtigen Pflegeheimes oder Pflegedienstes. Das Verfahren muss daher auf der Bundesebene entsprechend weiterentwickelt und angepasst werden, fordert der Landesvertreter Berlin-Brandenburg des BKK Landesverbandes Mitte.
Das zum 1. Juli 2008 in Kraft getretene Pflegeweiterentwicklungsgesetz regelt, dass alle Pflegeheime und Pflegedienste bis Ende 2010 durch den Medizinischen Dienst der Kran-kenkassen (MDK) geprüft sein müssen. Die entsprechenden Qualitätsberichte und die Transparenzberichte mit den Pflegenoten gehen an die Pflegekassenverbände und werden von diesen im Internet veröffentlicht.
Ihre Ansprechpartnerin: Kerstin Matzke
Telefon (030) 38 39 07 - 38, Telefax (030) 38 39 07 - 01


